Liebes Tagebuch,
es war ganz komisch, nicht zu hause zu schlafen, aber die erste Nacht war dann irgendwann auch rum. Noch sehr übermüdet ging es dann Montag aber erstmal raus in den Garten zum Morgengesang und -gebet. Gemeinsam haben wir den neuen Tag begrüßt und voller Vorfreude anschließend kräftig gefrühstückt.
Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen haben, ging es das erste mal an die Dienste und die Zimmerkontrolle. Egal ob Fegedienst, Spüldienst oder im eigenen Zimmer: Es wurde gemeinsam aufgeräumt und anschließend gespannt auf den Beginn der verschiedenen Workshops gewartet. Diese konnten dann selbstständig ausgewählt werden und wie erwartet ist der Sportworkshop quasi übergelaufen mit Kindern! Trotz regen haben viele von ihnen Fußball gespielt und waren joggen – immerhin konnten wir die Duschen so einweihen. Im Kreativ- und Filmworkshop war dafür aber nicht so viel los. Vielleicht kommt das ja noch!
Zum Mittagessen gab es Kartoffelpüree mit Würstchen, was super lecker und auch richtig nostalgisch war. Ich liebe einfach den guten alten Kapü.
Nach der Mittagspause, wo Kiosk und Handyausgabe das erste Mal geöffnet haben, haben wir uns einer Tradition gewidmet: Die Türschilder für die Zimmer gebastelt. Die Schilder waren dieses Jahr wieder einmal noch besser als letztes Jahr – sowohl von den Kindern als auch von den Leitenden. Gewonnen haben die Polskie Pierogi bei den Kindern und Expedition Sterne bei den Leitern. Verdient, würde ich sagen. Wir haben die Schilder natürlich direkt aufgehangen.








Beim Abendessen ist etwas schreckliches passiert: Der Hausmeister, der eine wertvolle Box abholen sollte, wurde von einem Leiter brutal niedergeschlagen und anschließend von der Polizei abgeholt. Die Kinder mussten entsprechend sofort auf die Zimmer, bis wir uns etwas überlegt haben. Als sie zurück kamen, haben sie dann die Aufgabe bekommen, genau diesen Fall zu lösen.

Wer war es? Mit welcher Tatwaffe und wo ist die Box versteckt? Das galt es herauszufinden. Mit Hinweiszetteln bewaffnet wurden alle Erwachsenen ausgefragt und alle Alibis überprüft. Wer es am Ende war? Marvin! Und die Box hat er in der Küche versteckt. Den Code haben wir durch Zufall auch geknackt, weshalb alle Kinder noch einen kleinen Snack (Brausepulver pur) vor dem Schlafen haben durfte.



Jetzt bin ich mal gespannt, was morgen passiert. Bis dann,
